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L'Épau

Die 1229 gegründete Abtei und direkte Tochter von Cîteaux geht zurück auf eine Stiftung der Witwe von König Richard Löwenherz, Berengaria von Navarra. Die Stifterin wurde selbst in der königlich ausgestatteten Abtei im Kapitelsaal begraben. Im Hundertjährigen Krieg wurde das Kloster niedergebrannt aus Furcht davor, die Engländer könnten wieder Besitzansprüche auf die Abtei und ihre Besitztümer einklagen. Von den Schäden erholte sich die Abtei nie richtig. Die Kirche wurde nie fertig gestellt (das Langhaus misst nur 46 Meter und das linke Seitenschiff fehlt), der Kreuzgang wurde in Holz ausgeführt und ging verloren. Die Qualität der erhaltenen Gebäude im Ostteil der Abtei ist jedoch von hoher Qualität aus der Blüte des zisterziensischen Klosterbaus. 

Das Ende der Abtei wurde schon 1479 mit der Einsetzung eines Kommendentar-Abtes eingeleitet. Die Abtei wird zur ertragreichen Domäne (Kommende) und wird in der Französischen Revolution zum Nationalgut erklärt und aufgelöst. Ein reicher Frabrikant kauft die Abtei auf und richtet darin eine Bleicherei ein, später ein Hofgut. In dieser Nutzung blieb die Abtei bis heute nahezu unversehrt erhalten und ist ein schönes Beispiel französischer Ordensbaukunst der Hochgotik. 

Daten

Gründung: 1229

Lat. Name:

Filiation: 2. Generation

Töchter: (0)

Aufhebung: 1479 Kommende, 1789Französische Revolution

heutige Nutzung: Privatbesitz

Infos

Lage: Am westlichen Stadtrand von Le Mans (Maine, Pays de la Loire) Openstreetmap Karte.

Links:

Literatur: