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Königsbronn

Nur wenige Reste erinnern an das Kloster Königsbronn, das durch die Verhüttung von Bohnerzen aus der Umgebung Wohlstand erlangte. Bis 1908 führte das württembergische Staatsmonopol die Tradition fort. Das reichlich vorhandene Wasser aus dem nahe beim Kloster gelegenen Brenztopf bildete die wirtschaftliche Grundlage für das Unternehmen.
1303 stiftete der Habsburger König Albrecht I. das Kloster am Brenzursprung (daher 'fons regis') das durch Zisterziensermönche aus Salem am Bodensee besiedelt wurde. Zum Stiftungsvermögen gehörten zahlreiche Orte und Pfleghöfe weit verstreut im Land. 1361 erwarb das Kloster das Mühlenregal (Das Recht Mühlen zu betreiben) und sie leiteten daraus das Recht zum Abbau von Eisenerz ab. 1529 lässt Abt Melchior Ruof eine Eisenschmide direkt am Brenztopf bauen.

Das Kloster wurde jedoch nach Streitigkeiten mit den ansässigen Mönchen in der Reformation aufgehoben und im Schmalkaldischen Krieg zerstört. Von der Kirche finden sich nur noch einige wenige Reste der Grundmauern des Chors. Bei dem stark verbauten Konventgebäude ist noch ein gotisches Fenster des Kapitelsaales (?) zu erkennen. Von den Klostergebäuden ist  das Torhaus und ein Wirtschaftsgenäude (Pfisterei) erhalten. Der lange Scheunenbau jenseits der Bahnstrecke stammt aus späterer Zeit, ebenso die Prälatur von 1757 an der Klostermauer. Das Kloster wurde nach der Auflösung von evangelischen Äbten, später Prälaten genannt, zunächst als Klosterschule weiter geführt. Eiserne Grabtafeln an der Klostermauer geben davon Zeugnis. Die heutige KLosterkirche stammt aus der Barockzeit und ist heute evangelische Pfarrkirche.

Daten

Gründung: 1303

Lat. Name: Fons Regis

Filiation: 6. Generation

Töchter: (0)

Aufhebung: 1539 Reformation

heutige Nutzung: Torbogenmuseum, evang. Kirchengemeinde

Infos

Lage: Im Brenztal (Schwäbische Alb) zwischen Aalen und Heidenheim (Württemberg, D), Karte

Links:

Literatur:

Besichtigung: Klosterhof offen, Torbogenmuseum Eintritt

Pfleghöfe